Ab dem 22. März könnte ein reguläres Training für Fußballer möglich sein – wenn die Sieben-Tage-Inzidenz dann stabil unter 100 liegt.
Nachdem es zwischenzeitlich so aussah, als liege der Sieben-Tage-Inzidenzwert, der Hoffnung auf die Öffnung des Fußballbetriebes macht, bei kaum erreichbaren 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern, so verkündete die Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am späten Mittwochabend ein Szenario, das zumindest Hoffnung macht.

Kern des neuen Modells ist ein Fünf-Stufen-Plan, in dem immer nach zwei weiteren Wochen die nächsten Möglichkeiten gegeben werden, so lange die Inzidenz unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern respektive 100 Neuinfektionen liegt, dann mit höheren Auflagen. Wird die Marke von 100 nach oben gerissen, fällt das jeweilige Gebiet im Stufenplan wieder eine Ebene zurück, von Bundeskanzlerin Merkel „Notbremse“ genannt.

Was im Sport dann in diesen einzelnen Phasen möglich sein soll und was nicht, verriet die Kanzlerin im Detail zunächst nicht wirklich, sprach lediglich von „erweiterten Möglichkeiten“. Klarer wurden die Aussagen dann, inzwischen nach Mitternacht, bei NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. „Unsere Sportvereine scheinen Schaden zu nehmen, die Mitgliederzahlen gehen zurück“, erklärte er. 14 Kreise in NRW liegen aktuell unter einer Inzidenz von 50, vier aber auch über 100.

Training für alle ab dem 22. März?

Bei einer Inzidenz unter 100, und NRW liegt derzeit zwischen 64 und 65, ist ab Montag Individualsport im Freien sowie für Kinder und Jugendliche in Gruppen bis 20 Teilnehmern möglich. Im Laufe des Tages war von Gruppen von zehn Kindern die Rede gewesen. Begründet wird dieser Schritt damit, dass Schüler in Kürze wöchentlich einmal getestet werden sollen. In der Übersicht auf einer A4-Seite, die das Ergebnis der Beratungen ist, wurde allgemein ebenfalls noch von zehn Kindern gesprochen. Der vierte Öffnungsschritt, der frühestens ab dem 22. März greifen kann, würde dann bei einer Inzidenz unter 100 den Kontaktsport im Freien wieder erlauben, es könnte demnach also ein reguläres Training flächendeckend möglich sein. Allerdings wäre dafür noch eine Testung notwendig, wie auch immer das in der Praxis gehandhabt werden soll. Erst ab dem 5. April, in Öffnungsstufe fünf, wären dann auch die Tests nicht mehr erforderlich – wenn die Inzidenz unter 100 bleibt. Es gibt also ein Licht am Ende des Tunnels der fußballfreien Zeit.